Sie nennen ihre Art Musik zu machen MafiaBlues. Dabei sind die Herrschaften weder vorbestraft noch sonderlich trübselig. Allerdings könnte ihre Art mit den unterschiedlichsten Musikstilen umzugehen so manchem konservativen Zuhörer kriminell erscheinen. Nahezu schamlos, aber dennoch mit hörbarem Respekt und der ihnen ureigenen Musikalität verbinden sie den Jazz einer verruchten 20er Jahre Spelunke mit dem exzessiven Tanzrausch eines Ibizaclubs, die Lüsternheit des 70er Jahre Funks mit der in Whiskey getränkten Hemmungslosigkeit des Rock. Sie sind bedingungslos schweißtreibend, provokant hautnah, denn sie lassen den Zuhörer eintauchen in ihre Unterwelt und ganz nah an sich ran, körperlich wie emotional. Sie gelten ja auch als die Erfinder dieser Art von Konzerterlebnis – hautnah! Publikum und Band verschmelzen, kein Vis-a-vis sondern ein Miteinander. Die Band spielt im Publikum und das Publikum „spürt“ die Band. Diese pure Energie reißt mit, zieht den Zuhörer in einen Bann, dem man nur sehr schwer entrinnen kann, erweckt Verlangen nach mehr Musik, mehr tanzen, mehr klatschen, mehr mitsingen, was aber nur die Dealer von The Greedy Bunch stillen können und dann schließt sich der Kreis zur Mafia doch. Denn jeder weiß, dass sie einen nie mehr loslässt, die Mafia! Seien sie also gewarnt, die Suchtgefahr ist groß. Diese fünf Charaktere werden ihrem Namen tatsächlich gerecht. Ein gieriger Haufen! Gierig nach Musik und immer wieder Musik. Sie verstehen es auf einzigartige Weise den Zuhörer zu faszinieren, weil sie jeden Abend neu und anders klingen und auch das Publikum jeden Abend anders ist. Nein, sie lassen sich nicht vorausberechnen, aber sie haben auch noch nie enttäuscht.